Am Mittwoch, den 13. November 2013 kam es bei der deutschen
Lottogesellschaft in Hamburg zu einer Panne. Mit einem Mal konnten ab 10.50
Uhr plötzlich keine Tippscheine mehr abgegeben werden, da die Übertragung zur
Zentrale nicht mehr fehlerfrei verlief. Der Grund der Panne ist ungeklärt, es
wurde jedoch auch ein Computer-Virus nicht ausgeschlossen.
Der Leiter des Kundenservices des Lottos, Stefan Seeger, in Hamburg erklärte,
dass es sich bei dieser Panne um eine Störung zwischen den Annahmestellen und
der Zentrale handelte. Die Computer der Annahmestellen waren also nicht
betroffen und funktionieren einwandfrei. Aber aufgrund der Störung konnten rund
30.000 spielfreudige Hamburger ihren Tipp um den 17 Millionen Euro Jackpot zu
knacken, nicht abgeben. Um das Problem schnellst möglich zu beheben, welches
um 10.50 Uhr aufgetreten war, wurden rund 20 Techniker beschäftigt. Erst um
16.29 Uhr konnten diese jedoch die Störung beheben.

Doppelte Sicherung für Überlieferung der Daten ausgefallen

Den Grund der Panne konnten sich Experten nicht erklären, da die Leitungen,
über die die eingetragenen Daten zur Zentrale transportiert werden, doppelt
abgesichert sind. Eine Leitung wird für den regulären Datenverkehr eingesetzt,
die andere wird als Back-Up genutzt, falls es bei der regulären Verbindung zu
Störungen kommt. Seeger gab an, dass es allerdings noch nie dazu gekommen
ist, dass beide Leitungen gleichzeitig von einer Störung befallen waren. Nach
einiger Recherche schien am darauffolgenden Donnerstag der Verdacht des Virus
sich nicht bestätigt zu haben. Höchst wahrscheinlich lag es an einem Fehler einer
Hardware Komponente, so dass die Daten nicht übertragen werden konnten.

Reaktionen der Hamburger Betroffenen unterschiedlich

Zunächst wurde sogar überlegt, die Ziehung am Mittwoch zu verschieben, so
dass alle Tippwilligen die Chance auf den Jackpot hätten. Dies wurde jedoch
abgelehnt, da mit Hamburg nur ein Bundesland betroffen war und so die Kosten
zu hoch gewesen wären. Die Reaktionen der betroffenen Hamburger waren
unterschiedlich. Während ein Hamburger sogar einen Anwalt einschalten wollte,
scherzte ein anderer, dass er durch die Störung Geld gespart hätte. Ein kleiner
Trost für die Hamburger, die nicht tippen konnten, war es, dass der 17 Millionen
Euro Jackpot nicht geknackt wurde und sie somit bei der Samstagsziehung eine
erneute Chance hatten. Um sicher zu gehen, dass die Tipps auch bei der Zentrale
der Lottogesellschaft ankommen, können Lottospieler ihre Tipps aber auch von zu
Hause aus abgeben. Die Webseite Lottoland bietet beliebte Lottospiele an, in denen sowohl national als auch
international das Glück versucht werden kann. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die
Leitungen der Lotterien bei künftigen Ziehungen vor Störungen bewahrt werden,
so dass für alle Spielfreudigen die gleichen Chancen bestehen

Die bekannte Kaffeehaus-Kette Starbucks hat sich eine ziemlich peinliche Panne geliefert: Im Rahmen einer Bonusaktion sollten sich die Leute in Irland auf einem Foto und per Instagram präsentieren unter dem Motto “Show us what makes you proud to be Irish for a chance to win” – “Zeig uns was Dich stolz macht irisch zu sein um zu gewinnen”. Soweit – sogut. Doch bei dieser Nachricht, die über soziale Netzwerke wie Twitter verbreitet wurde, schlich sich der Fehlerteufel ein: Statt “irish” stand in dem Satz “british”, also “Show us what makes you proud to be British for a chance to win”.
Jeder der schonmal in Irland war oder Ahnung von der Geschichte hat weiß, wie stolz die Iren darauf sind unabhängig von Großbritannien. Daher hat diese missglückte Werbebotschaft auch entsprechende Reaktionen verursacht, auf neudeutsch einen echten “Shitstorm”. Auch wenn sich Starbucks mittlerweile für den Fehler entschuldigt hat, die Iren werden diese Beleidigung aus ihrer Sicht wohl nicht so schnell vergessen…

Anlässlich der bevorstehenden Fussball-Europameisterschaft nochmal ein Rückblick auf die wohl bekannteste und peinlichste Panne, die je bei einer Auslosung passiert ist (zum Glück nicht bei der Auslosung zum EM Spielplan passiert…): Im Jahr 1999 war Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss die Glücksfee bei der Auslosung zur nächsten DFB-Pokalrunde live in der ARD. Kurz vor Schluß hielt Kumbernuss jedoch plötzlich eine leere Kugel in den Händen, so dass man nicht mehr auf eine gerade Anzahl an Mannschaften kam um die entsprechenden Begegnungen anzusetzen. Hektisches Treiben in der Livesendung (”Frau Kumbernuss, was haben Sie denn da gemacht…?) war die Folge, eine sehr peinliche Panne für die Beteiligten und die Zuschauer hatten ihren Spaß!

Des Rätsels Lösung: Als die “Glücksfee” zuvor eine andere Kugel gezogen hatte öffnete sich in der Lostrommel eine andere Kugel und Eintracht Trier fiel in die Tonne bzw. in den Müll. Das Mißgeschick wurde dann später korrigiert, Eintracht Trier durfte trotzdem weiter mitspielen, konnte den Pokal aber bekanntermaßen nicht gewinnen…

Die chinesiche Wochenzeitung Qingnian Cankao hat im August 2011 einen Artikel über den amerikanischen Finanzinvestor George Soros veröffentlicht. Die Überschrift des Artikels lautete: Das Finanzkrokodil. Nicht gerade schmeichelhaft, dumm nur dass die verantwortlichen Redakteure ein Bild von Joschka Fischer anstatt von george Soros in den Artikel eingefügt haben. Chefredakteurin Baoli Min hat sich sofort für den Vorfall entschuldigt und eine Korrektur in der nächsten Ausgabe angekündigt. Interessant aber die Begründung für den Fehler: man sei “absolut überzeugt, dass es sich auf dem Bild um Soros handelte” so die Chefredakteurin. Das erklärt auch, dass auf einem zweiten Bild innerhalb es Artikels erneut Fischer statt Soro abgebildet wurde. Sehen sich denn Joschka Fischer und George Soro so ähnlich? Für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen hier Bilder der beiden zum Vergleichen:

- George Soro

- Joschka Fischer

Eine peinliche Rechtspanne bzw. eine echte Gesetzeslücke ist jetzt vor dem Bayrischen Verwaltungsgerichtshof entdeckt worden: Eine Frau hatte sich im Jahr 2008 einen gefälschten Führerschein aus den Philippinen besorgt. Mit dieser gefälschten Fahrerlaubnis hat sie sich später in Ungarn einen gültigen Führerschein erschlichen, mit dem sie, weil wir ja alle in der EU sind, hier in Deutschland natürlich fahren darf. Obwohl die Polizei den gefälschten Führerschein “entdeckt” hat und daher der Frau die Fahrerlaubnis entzogen hat konnte diese sie sich vor gericht zurückerstreiten. Begründung: Der ungarische Führerschein bleibt gültig, bis er von den ungarischen Behörden zurückgenommen wird.
Der Fehler ist hierbai aber nicht in Brüssel, sondern in Deutschland entstanden: Hätte der deutsche Gesetzgeber eine Vorschrift aus der EU-Führerschein-Richtlinie bereits in nationales Recht umgewandelt, so wäre der umgetauschte Führerschein nicht mehr gültig. Nun kann die gute Frau also noch so lange in Deutschland praktisch ohne Führerschein fahren, bis es die entsprechende gesetzesänderung gibt. Zumindest diese Frau wird sich über die Zähflüssigkeit in deutschen Gesetzesverfahren freuen…